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  Wir setzen uns für den B 2 Tunnel und eine effektive Verkehrsentlastung der Stadt ein. Wenn in Folge der Kommunalwahl eine Mehrheit im Stadtrat gegen dieses Projekt entstehen sollte, dann bedeutet dies, dass Bund und Land die Starnberger Verkehrsentlastung ad acta legen: Das heißt Stillstand und endlose Verkehrsstaus auf Dauer.

 

Der Bund als Straßenbaulastträger für die B2 und der Freistaat Bayern sehen als einzig machbare Lösung für eine Verkehrsentlastung Starnbergs den Tunnel an. Im Stadtrat hat immer eine Mehrheit diese Auffassung geteilt und die staatlichen Behörden auf eine rasche Planung gedrängt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 9.3.2007 hat die Regierung von Oberbayern die Baugenehmigung für den B2 Tunnel erteilt. Am 9.7.2008 hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof alle Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zurückgewiesen, wobei er sich besonders ausführlich mit den Sicherheitsvorkehrungen befasst hat. Das staatliche Bauamt Weilheim ist seitdem in die Detailplanung eingestiegen und hat dabei auch entlang der gesamten Strecke geologische Untersuchungen vorgenommen. Und jetzt hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der aktualisierten Kostenberechnung und dem technischen Bauwerksentwurf seine Zustimmung erteilt. Der Tunnel ist baureif.

Der Gesetzgeber hat mit dem Infrastrukturbeschleunigungsgesetz 2006 neu in § 17c Nr. 4 FStrG den Beginn der Durchführung beim Bundesfernstraßenbau definiert. Danach gilt nun als Beginn der Durchführung des Plans „jede erstmals nach außen erkennbare Tätigkeit von mehr als nur geringfügiger Bedeutung zur plangemäßen Verwirklichung des Vorhabens“. Dazu hat das Bundesverwaltungsgericht am 21.10.2009 entschieden: „Ausgehend davon stellt auch der verbindliche Erwerb eines mehr als nur geringfügigen Teils der zur Verwirklichung des Straßenbauvorhabens benötigten Grundstücke eine Maßnahme zur Durchführung des Plans dar, die die Frist zum Außerkrafttreten des Planfeststellungsbeschlusses  unterbricht.“ Erfolgt also für den B2-Tunnel Grunderwerb, so ist mit der Durchführung der Planung nach § 17c FStrG begonnen. Der Planfeststellungsbeschluss kann nicht mehr verfallen. Das Baurecht ist gesichert. Mit dem Grunderwerb ist der Tunnel auch anfinanziert.

Für den Tunnel ziehen wir im Verein „Umweltbewusste Verkehrsentlastung Starnberg“ konstruktiv mit Gleichgesinnten von CSU, Grünen und SPD an einem Strick. Eine Umgehungsstraße von der Waldkreuzung zur Autobahn nach Oberdill hat keine Chance, weil u. a.

  • es heute auf Landes- und Bundesebene keine Mehrheit gibt für eine Naturzerstörung in diesem Ausmaß; das wollen wir auch selbst nicht,
  • weil das Anschlussbauwerk an die Autobahn in Oberdill gigantische Ausmaße annehmen müsste; wenn es überhaupt einen zusätzlichen Anschluss an die Garmischer Autobahn geben wird, dann wird dies der Anschluss für den Südring der A 99 sein – und sonst für nichts und niemand, und
  • weil wir für die Prüfung dieser komplexen und diffizilen Außenseiteridee wieder mit einem Bearbeitungszeitraum von einem Vierteljahrhundert rechnen müssten. In der Zwischenzeit würde Starnberg in seinen Abgasen ersticken.

Es stimmt also: Verkehrsentlastung durch den Tunnel oder eben nichts, nichts!

Einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Starnberger Verkehrsentlastung können wir mittlerweile schon benutzen: den Verkehrskreisel am Maxhof zwischen Starnberg und Pöcking. Er ist die Initialzündung für den Bau der Westumfahrung, die einmal die Stadt Starnberg, insbesondere die Hanfelderstraße, vom Durchgangsverkehr weiter entlastet und zum anderen Hadorf zu einem ruhigen Dorf wie Hanfeld machen wird. Nachdem die Umgehungen von Ober- und Unterbrunn bereits in Verkehr gegangen sind, steht dann eine exzellente, den Verkehr auf sich ziehende Magistrale zwischen Weilheim und dem Oberland und der Lindauer Autobahn und dem Autobahnring der A 99 zur Verfügung.

Dann wird sich Starnberg an vielen Stellen dramatisch positiv verändern: Die Hauptstraße wird ca. die Hälfte des jetzigen Verkehrs verlieren und damit an Aufenthaltsqualität gewinnen. Fußgängern und Radfahrern kann mehr Fläche zur Entfaltung zur Verfügung gestellt werden. Wir werden dafür eintreten, dass renommierte Verkehrs- und Stadtplaner uns die Möglichkeiten aufzeigen, wie wir unsere Straßen wieder für die Menschen zurückerobern können. Was für die Hauptstraße gesagt ist, gilt auch für die Hanfelderstraße, die Söckingerstraße und die Possenhofnerstraße. Überall sind hier schon die Vereinbarungen mit dem Freistaat abgeschlossen, dass diese Straßen in die Starnberger Planungshoheit übergehen und ebenso wieder für das städtische Leben im Freien gewonnen werden können. Vom Starnberger Westufer (Tutzing, Feldafing, Pöcking), vom Ammersee (Andechs, Herrsching, aber auch Dießen) und von der Lindauer Autobahn (Gilching, der ganze Kreis Fürstenfeldbruck, aber vor allem München-West , München-Nord und der Flughafen) her kann der überörtliche Verkehr abgefangen und abgewiesen werden.

 

Übersicht Tunnel und Umfahrung

Aktuelles zum B2-Tunnel finden Sie auch auf der Internetseite www.verkehr-starnberg.de